Und immer wieder den Menschen sehen.

Ich fotografiere Menschen seit über 40 Jahren. In dieser Zeit habe ich Tausende porträtiert – CEOs, Mitarbeitende, Künstler, Sportler und Menschen, die noch nie gern vor einer Kamera standen.

Was mich dabei interessiert, ist nicht die perfekte Pose. Mich interessiert der Mensch.

Bernhard Russi hat einmal zu mir gesagt: «Bei der Zusammenarbeit mit Dir geht es überraschenderweise um mich – und nicht, wie sonst, um den Fotografen.» Für mich ist das bis heute eines der schönsten Komplimente.

Ich beherrsche die Technik. Entscheidend ist aber etwas anderes: Vertrauen. Ich rede, frage, höre zu und schaffe eine Situation, in der jemand nicht mehr darüber nachdenkt, fotografiert zu werden. Genau dann entstehen die Bilder, die ich suche.

Gerade im Corporate-Bereich muss das oft schnell gehen. Manchmal bleiben zehn Minuten. Auch dann soll niemand aussehen, als würde er zehn Minuten Zeit haben. Erfahrung bedeutet für mich deshalb nicht Routine, sondern Sicherheit, Ruhe und die Fähigkeit, schnell eine echte Verbindung herzustellen.

Ich mag Menschen. Ich mag ihre Eigenheiten, ihre Energie, ihre Unsicherheit und ihren Humor. Die Kamera ist für mich ein Werkzeug, um ihnen nahe zu kommen – ohne ihnen zu nahe zu treten.

Ein gutes Porträt zeigt für mich nicht einfach, wie jemand aussieht. Es lässt etwas von der Person spürbar werden.

Mein Tipp vor der Kamera:
Nimm dir Zeit. Lass los.

Fotoshooting mit zwei Männern; einer hält ein Like-Symbol, der andere misst das Licht mit einem Belichtungsmesser. Hintergrund und Studioausrüstung sichtbar.
Fotograf nimmt Bilder von einem Tennisspieler in einem Fotostudio auf. Studiolichter und weiße Leinwand im Hintergrund. Person posiert mit Tennisschläger, während Fotograf die Kamera hält. Schwarz-weiß Bild.